Ein verändertes Risiko ist nicht dasselbe wie ein einzelnes Ereignis
Die Forschung kann langfristige Veränderungen bei Hitze und Starkregen bewerten. Ob und wie der Klimawandel ein bestimmtes Ereignis beeinflusst hat, ist eine andere Frage. Wir zeigen beide Aussageebenen getrennt.
Was ist belegt?
Die folgenden Aussagen beziehen sich auf die IPCC-Bewertung von 2021, nicht auf eine laufend berechnete Vorhersage für deinen Standort.
Heiße Extreme nehmen zu
Beobachtet
Seit den 1950er-Jahren sind heiße Extreme in den meisten Landregionen häufiger und intensiver geworden.
Zugeordnet
Der IPCC bewertet den menschengemachten Klimawandel mit hohem Vertrauen als Hauptursache dieser Veränderung.
Nicht daraus ableitbar
Diese Aussage beziffert nicht den Einfluss auf einen bestimmten Hitzetag oder eine einzelne Hitzewelle.
Starke Niederschläge nehmen vielerorts zu
Beobachtet
Seit den 1950er-Jahren haben Häufigkeit und Intensität von Starkregen über den meisten Landflächen mit ausreichenden Beobachtungsdaten zugenommen.
Zugeordnet
Der IPCC bewertet den menschengemachten Klimawandel als wahrscheinliche Hauptursache dieser Veränderung.
Nicht daraus ableitbar
Mehr Starkregen bedeutet nicht automatisch mehr Hochwasser an jedem Fluss. Ein einzelner Regenfall oder Pegelstand braucht eine eigene Untersuchung.
Klima-Trend und Ereignis-Attribution sind zwei Fragen
Langfristiger Trend
Hat sich die Häufigkeit oder Intensität einer Ereignisart über Jahrzehnte verändert? Dafür werden viele Beobachtungen und Studien zusammen bewertet.
Konkretes Ereignis
Wie stark hat der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit oder Intensität dieses Ereignisses verändert? Dafür braucht es eine passende Attributionsstudie.
Ohne solche Studie behauptet GoYeti keinen Klima-Anteil für einen Brand, eine Überschwemmung oder einen Sturm. Die Karte zeigt das Ereignis, nicht seine Ursache.
IPCC AR6, Kapitel 11: Extremereignisse und AttributionKeine automatische Klima-Zuordnung
Live-Meldungen beschreiben Ort, Zeitpunkt und Quellen eines Ereignisses.
Der Klimabereich erklärt bewertete langfristige Veränderungen mit Quellen und Unsicherheit.
Eine Aussage zu einem konkreten Ereignis erscheint erst mit einer verlinkten wissenschaftlichen Attributionsstudie.
Für die aktuellen Ereignisse wird noch keine automatische Attributionsprüfung durchgeführt.